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Maßnahmen gegen den Mähtod – Jagdgenossen und Jäger retten Tierleben

Erding, Mai 2010

Jetzt ist es für die Landwirte wieder an der Zeit, die Wiesen zu mähen. Alljährlich fallen die ersten Wiesenschnitte mit der Geburt vieler Wildtiere zusammen. Betroffen sind hauptsächlich Rehkitze, Junghasen und Wiesenbrüterarten, wie beispielsweise der Kiebitz. Schätzungen zufolge werden in der maschinellen Agrarlandbearbeitung jährlich bis zu 500.000 Wildtiere verstümmelt oder getötet. „Das mit Kadaverteilen verunreinigte, silierte Mähgut führt bei den damit gefütterten Tieren oft zu Krankheiten oder sogar zu dem tödlichem Botulismus. Somit ist es ein gemeinsames Anliegen von Jägern und Landwirtschaft gegen diese Unfälle vorzugehen,“ so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossen im Bauernverband Erding, Fritz Gruber.

 Die fortschreitende Entwicklung zu immer breiteren und schnelleren Arbeitsgeräten, die den Landwirten eine möglichst schnelle Bearbeitung der Flächen ermöglichen, wird in der Zukunft zu weiter steigenden Verlusten führen, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Der Bayerische Jagdverband steht daher in engem Kontakt zur Industrie um technische Maßnahmen zur Verhinderung des Mähtodes voran zu bringen.

 
Thomas Schreder, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Erding und Fritz Gruber appellieren gemeinsam an die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Jagdgenossen und Jagdpächtern. Der Jäger und der Jagdgenosse kennen aus den täglichen Beobachtungen in der Regel die sensiblen Bereiche in denen die Kitze gesetzt werden. Der enge Kontakt zum bewirtschaftenden Landwirt kann somit Tierleben retten. Es gibt viele einfache Methoden das Wild kurzzeitig aus den Wiesen zu bringen, oft werden blaue Plastiktüten als Wildscheuchen angebracht oder auch Verstänkerungsmittel eingesetzt, die das Wild abschrecken. „Eine sehr effektive Methode ist das Absuchen der Flächen kurz vor der Mahd mit einem brauchbaren Jagdhund. Falls man ein Rehkitz entdeckt, sollte man dieses nur mit geeigneten Handschuhen anfassen, ansonsten besteht die Gefahr dass das Tier den menschlichen Geruch annimmt und in der Folge vom Elterntier verstoßen wird“, teilt Thomas Schreder zum Umgang mit den Jungtieren weiter mit.
 
Auch durch einfache Veränderungen der Fahr- und Arbeitstechnik können Verluste beim Mähen vermieden werden. Beginnt der Landwirt beispielsweise innen mit dem Mähen, so kann das Wild immer noch nach außen flüchten und sich im nächsten Feld in Sicherheit bringen. Das Faltblatt „Schützt die Wildtiere – von innen nach außen mähen und ernten“ kann man kostenlos beim Bayerischen Jagdverband in Feldkirchen (089 990 234 0) bestellen. Zusammen mit dem Jagdschutz- und Jägerverein Dachau, dem Kreisverband Dachau im Bayerischen Bauernverband hat der BJV dieses Faltblatt herausgebracht.

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