Kreisjagdverband Erding e.V.
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Jagdhornbläser

Die Jagd blickt auf eine alte Tradition zurück. Eng verknüpft mit dem traditionellen Gedankengut ist das jagdliche Brauchtum nicht mehr wegzudenken. Eine Säule des jagdlichen Brauchtums ist u. a. das Jagdhornblasen. Dieses Ressort wird auch im Kreisjagdverband Erding groß geschrieben und gepflegt.

Hörnerschall und Hundelaut sind untrennbar mit der Jagd verbunden. Das Jagdhorn ist ein unentbehrliches Hilfsmittel auf der Jagd, es hat sich aus den Bedürfnissen der Jäger von der Urzeit an entwickelt. Nicht nur der Schweißhundeführer, wenn er auf langen Strecken der Nachsuche in einem fremden Revier von den ihn begleitenden ortskundigen Jägern abkommt, sondern auch der Jagdleiter braucht ein Jagdhorn, um Beginn und Ende der Treiben anzuzeigen und Hinweise zur Verständigung für die Jagdteilnehmer zu geben. Deshalb müssen die Signale einheitlich bekannt sein und in ihrer Bedeutung erfasst werden können. Diese Voraussetzungen haben nicht zuletzt juristischen Belang im Interesse der Sicherheit und Unfallverhütung.

Gefördert durch die Jagdverbände, hat das Jagdhornblasen in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung genommen. Fast in jedem Kreis gibt es heute Jagdhornbläsergruppen, die bei jagdlichen Anlässen auftreten und blasen. Vielfach werden außer den Jagdsignalen auch Märsche und andere Musikstücke unter Verwendung der Parforcehörner vorgetragen. Als Gebrauchs-Jagdhorn gilt heute das Pleßhorn. Es darf nicht mit dem Waldhorn verwechselt werden, das, mit Ventilen versehen, in der Orchestermusik vieler Opern und Konzerte von Anfang des 19. Jahrhunderts an Verwendung findet.

Das Jagdhorn der höfischen Jagd des 17. und 18. Jahrhunderts war das Parforcehorn mit seinen vielen Varianten. Es verlor zwischenzeitlich an Bedeutung, wird aber heute in der B-Stimmung bei besonderen Gelegenheiten zusätzlich verwendet. Es vermag mit fundierter Klangwirkung den Signalen und Fanfaren eine feierliche Ausstrahlung zu vermitteln. Vorbedingung ist natürlich, dass beim Blasen in der Gruppe auf eine saubere Stimmung der Instrumente untereinander geachtet wird. In der Pflege der Tot-Signale zeigt sich die Einstellung des Jägers zu dem von ihm gestreckten Wild, dem er mit dem Verblasen eine letzte Ehre erweist und es damit in eine innere und tiefere Beziehung zu sich selbst bringt. So ist das Jagdhornblasen niemals Selbstzweck, sondern ein lebendiger Teil der Jagdausübung und unseres jagdlichen Empfindens.

In einer Zeit mit höchster technischer Entwicklung wächst in unseren Tagen die Zahl der Jagdhornbläser, die dieses naturhaft einfache Instrument benutzen. In Bayern, aber auch in den Nachbarländern treffen sich jährlich Hunderte von Bläsergruppen zu den von den Jägerorganisationen ausgerichteten Bläserwettbewerben. Aber auch in ihrem Heimatbereich blasen die Jäger ihr Horn auf der Jagd, für sich, für ihre Freunde und für die Öffentlichkeit. Das Jagdhornblasen ist lebendig, genau so wie in unserer Sprache oft unbewusst Redewendungen im Gebrauch sind, die auf das Jagdhornblasen hinweisen: "Es wird zur Jagd geblasen"; "er stößt gewaltig ins Horn" oder "die Sache ist abgeblasen".

Unter der musikalischen Leitung von Dr. Michael Welsch und der organisatorischen Führung von Josef Pfanzelt formierte sich eine Bläsergruppe, die nicht nur zu besonderen Ereignisse, wie beispielsweise Geburtstage oder Beerdigungen, spielt, sondern auch beachtliche Ergebnisse bei den deutschen Bläserwettbewerben erzielen konnte. Jagdliche Öffentlichkeitsarbeit wird in entsprechend hohem Niveau von dieser Gruppe festlich umrahmt. Immer wieder sind die im Landkreis statt findenden Hubertusmessen ein Anziehungspunkt für Jäger und Nichtjäger.

Wer Interesse am Jagdhornblasen findet, kann gerne an einem der Übungsabende in Pastetten teilnehmen.

Notenkenntnisse sind nicht nötig - etwas Musikalität von Vorteil!

Bitte wenden Sie sich an:
Herrn Josef Pfanzelt
Tel.: 0 80 81 / 22 29

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